| Valle de los Caídos | Entstehung | Ausgestaltung |
| Die Basilika "zum Heiligen Kreuz im Tal der Gefallenen" ist das am wenigsten geschichtsträchtige, weil jüngste Monumentalbauwerk in der Sierra de Guadarrama. Um dennoch ein Superlativ bei der Vorstellung dieser Anlage benutzen zu können: Es ist dies zwar nicht, wie in einigen Reiseführern irrtümlich behauptet, die flächenmäßig größte, wohl aber die längste Kirche der Welt. Mit ihrer Gesamtlänge von 262m übertrifft sie den Petersdom im Vatikan deutlich. |
Blick vom Valle de Cuelgamuros auf das Kreuz und die Eingangshalle der Basilika |
Das Tal der Gefallenen liegt zwischen den Orten
Guadarrama und San Lorenzo, die einzige Zufahrt zweigt von
der Landstraße, die, von Navacerrada her kommend, diese
beiden Orte miteinander verbindet, ab. Anfang 1940 bestimmte der damalige Staatschef Franco das Tal von Cuelgamuros als Standort für eine zu errichtende - dem Zeitgeschmack gemäß pompöse - nationale Gedenkstätte für die Gefallenen des spanischen Bürgerkrieges (1936-1939). Inzwischen sind die Zeiten der Dikatatur in Spanien längst überwunden, und so dient ein Ausflug ins Valle de los Caídos für die meisten Menschen weniger einem Besuch am Grabe des Generalísimo, als mehr der Bewunderung einer vielleicht geschmacklich zweifelhaften, technisch aber grandiosen architektonischen Leistung. |